Mehr zu EU-finanzierten Forschungsprojekten
Die EU fördert verschiedene Forschungsprojekte im Bereich Übersetzung. Diese Projekte sind besonders wichtig für Hochschulen, die im Netz für den Europäischen Masterstudiengang Übersetzen (EMT-Netz) organisiert sind, da Akademiker*innen aus ihren Übersetzungsstudiengängen sowohl koordinierend als auch als Mitglieder daran beteiligt sind.
Maschinenübersetzung und KI-Kompetenz
LT-LiDER
Sprache und Übersetzung: Verständnis digitaler Umgebungen und Ressourcen
Mit dem LT-LiDER-Projekt sollen i) die von Sprach- und Übersetzungsfachkräften benötigten technologischen Fähigkeiten erfasst und ii) Schulungsmaterialien erstellt werden, mit denen Ausbildende ihre Kompetenzen verbessern und wirkungsvolle pädagogische Strategien zur Einbindung von Technologie in den Unterricht übernehmen können.
Das Projekt hat drei Hauptziele:
- Sprach- und Übersetzungsfachkräfte dafür zu sensibilisieren, wie wichtig das Verständnis und die Anwendung der neuesten Technologien sind
- Schulungsmaterial für Fachkräfte und Studierende zu erstellen
- Ergebnisse frühzeitig mitzuteilen, um die Zielgruppe einzubeziehen und deren Feedback vor dem Abschluss des Projekts zu berücksichtigen
Besonderes Augenmerk gilt Ausbildenden in Sprachen und Übersetzung einschließlich Lehrkräften an Hochschulen und für lebenslanges Lernen, denen Ressourcen zur Einbeziehung dieser Technologien in den Lehrbetrieb geboten werden.
ProMut: LT-LiDER-Plattform für neuronale maschinelle Übersetzung
UP-TRANS
Kompetenzsteigerung für Übersetzende in der Nachbearbeitung („Post-Editing“) von Maschinenübersetzungen
Dieses Projekt bietet Kurse zum Post-Editing von maschinellen Übersetzungen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und Tschechisch im Rahmen des lebenslangen Lernens.
Damit sollen die Kompetenzen Übersetzender beim Post-Editing von maschinell übersetzten Texten verbessert werden. Dies umfasst
- größere Genauigkeit: dafür sorgen, dass maschinell übersetzte Texte fehlerfrei und dem Kontext angemessen sind
- durchgehende Kohärenz: Vereinheitlichung von Terminologie und Stil im gesamten Dokument
- verbesserte Lesbarkeit: sicherstellen, dass die Endfassung des Textes verständlich und leicht lesbar ist
Das Projekt wird von der EU im Rahmen eines Programms der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) finanziert.
Aufbau- und Resilienzfazilität – Europäische Kommission
MultiTraiNMT
Schulungen im Bereich Maschinenübersetzung für Mehrsprachige
Das Projekt MultiTraiNMT legt den Schwerpunkt auf Schulungen im Bereich der maschinellen Übersetzung für mehrsprachige Bürgerinnen und Bürger.
Damit soll
- ein zeitgemäßer Lehrplan zum Thema maschinelle Übersetzung geboten werden
- eine pädagogisch ausgerichtete Plattform für neuronale maschinelle Übersetzung (NMÜ) entwickelt werden
Mit dem von Prompsit in Zusammenarbeit mit den Partnern der MultiTraiNMT-Initiative entwickelten Projekt sollen frei zugängliche Materialien erstellt, bewertet und weitergegeben werden, um Lehre und Lernen über maschinelle Übersetzung zu verbessern.
Daneben soll ein innovativer Lehrplan zur Maschinenübersetzung erstellt werden, mit besonderem Schwerpunkt auf der auf Deep-Learning-Techniken beruhenden NMÜ.
UPSKILLS
Bessere Kompetenzen für Studierende von Sprachwissenschaften und Sprachen
Mit dem Projekt UPSKILLS sollen Qualifikationsdefizite und ‑ungleichgewichte in sprach- und übersetzungsbezogenen Studiengängen ermittelt und angegangen werden.
Der Schwerpunkt liegt auf der Einbeziehung branchenbasierter Forschung in die Lehre, um Studierende sprachbezogener Fachrichtungen besser auf den Arbeitsmarkt, insbesondere in der Sprachenindustrie, vorzubereiten.
Indem im Rahmen des Projekts eine neue Lehrplankomponente und das zugehörige Unterrichtsmaterial entwickelt werden, wird eine forschungsorientierte Perspektive zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit Studierender eingeführt. Durch diese Initiative erhalten Studierende die nötigen Kompetenzen für den wechselnden Bedarf des Arbeitsmarkts. So ist sichergestellt, dass sie für eine Laufbahn in Sprachwissenschaften und anderen Sprachberufen gut aufgestellt sind.
RESONANT
Forschungszusammenarbeit im Bereich der institutionellen Übersetzerausbildung
Das Projekt RESONANT konzentriert sich auf verschiedene Arten der Übersetzung, insbesondere im Zusammenhang mit der institutionellen Übersetzerausbildung für die EU. Dies sind die wichtigsten Arten der Übersetzung, mit denen sich die beteiligten Hochschulen befassen:
- Rechtsübersetzung: Übersetzung von Rechtsunterlagen, Verträgen und anderen rechtsverbindlichen Texten, was für die EU-Institutionen entscheidend ist
- Technische Übersetzung: Übersetzung technischer Dokumente, Handbücher und Berichte unter Gewährleistung der Genauigkeit und der Einheitlichkeit der Fachterminologie
- Administrative Übersetzung: Übersetzung amtlicher Dokumente und Mitteilungen in Institutionen der EU und der Mitgliedstaaten
- Terminologie: Erstellung und Verwaltung terminologischer Datenbanken, um die Einheitlichkeit und Eindeutigkeit offizieller Dokumente sicherzustellen
Jede Hochschule steuert ihr Fachwissen zu diesen Bereichen bei, um die Ausbildung und die Kompetenzen von Übersetzenden zu verbessern, die in Institutionen der EU und einzelner Staaten beschäftigt sind.
Wissenschaftliche Veröffentlichung:
Institutionelle Übersetzerausbildung (auf Englisch) | Tomáš Svoboda, Łucja Biel, Vilelmini Sosoni
DigiLing
Mit digitalen Kompetenzen fit für den modernen Spracharbeitsmarkt
DigiLing war ein strategisches Partnerschaftsprojekt des Programms Erasmus+ (2016–2019) zur Deckung des steigenden Bedarfs an digital kompetenten Sprachsachverständigen auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Wichtigstes Ergebnis des Projekts war der DigiLing-E-Learning-Hub, wo sich online die wichtigsten Module für Grundfertigkeiten und ‑kompetenzen für digitale Linguistik finden.
Als zusätzliches Ergebnis des Projekts wurde ein neuer gemeinsamer Masterstudiengang digitale Linguistik entwickelt, an dem drei Partneruniversitäten beteiligt sind: die Universität Ljubljana, die Universität Zagreb und die Masaryk-Universität.
Was ist digitale Linguistik?
Es handelt sich um ein neues interdisziplinäres Gebiet zum Aufbau von Wissen und Kompetenzen für das Verständnis, die Verarbeitung und die Auswertung sprachlicher Inhalte im digitalen Zeitalter. Diese neue Disziplin verbindet Sprach- und Computerwissenschaft und bringt leistungsfähige Instrumente an der Schnittstelle zwischen traditionellen Sprachstudien und Informationstechnologie hervor.
InterReal
Systematische Erkundung interrealer Übersetzungen im Medien-Multiversum
Das Projekt InterReal geht von der Annahme aus, dass sich die Medienlandschaft zum Medien-Multiversum fortentwickelt, unter Einschluss einer schillernden Vielfalt alternativer „Wirklichkeiten“ – von der immersiven virtuellen Realität (VR) bis hin zu Schichten der erweiterten Realität (AR), die sich visuell über die physische Welt legen, und zu den virtuellen Welten von Computerspielen.
Das Medien-Multiversum wird durchdrungen von Mechanismen der interrealen Übersetzung, das heißt der intersemiotischen Übertragung von Objekten, Subjekten und Räumen von einer Form der Wirklichkeit auf eine andere.
Der Europäische Forschungsrat finanziert das Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren (2025 bis 2030).
MaTIAS
Verbesserung des Zugangs zu Informationen für Asylsuchende durch hochentwickelte maschinelle Übersetzung
Das Projekt MaTIAS zielt auf die Entwicklung und Anwendung von Technologien maschineller Übersetzung, um den Zugang zu Informationen für Asylsuchende in Europa zu verbessern.
Das Projekt will durch Nutzung hochentwickelter natürlicher Sprachverarbeitungstechniken genaue und zuverlässige Übersetzungen wesentlicher Informationen zu rechtlichen, medizinischen und sozialen Diensten als Orientierungshilfe für Asylsuchende liefern.
Es handelt sich um eine Initiative im Rahmen des Postdoctoral-Fellowship-Programms der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, mit dem innovative Forschung und Ausbildung gefördert werden.
Veröffentlichungen:
MaTIAS: Asylsuchende mit maschineller Übersetzung auf dem Laufenden halten, die Studie
Universität Gent – akademische Bibliografie
DUAL-T
Entwicklung nutzerorientierter Konzepte für technische Innovationen in der Literaturübersetzung
Das Projekt DUAL-T konzentriert sich auf die Entwicklung nutzerorientierter Konzepte für technische Innovationen in der Literaturübersetzung. Ziel ist es, den Übersetzungsvorgang durch die Einbindung hochentwickelter Technologien zu beschleunigen, die den Bedürfnissen von Übersetzenden und Endnutzer*innen gerecht werden. Es handelt sich um ein Projekt im Rahmen des Postdoctoral-Fellowship-Programms der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, mit dem innovative Forschung und Ausbildung gefördert werden.
AI Write
Einbeziehung hochentwickelter Technologien in das Verfassen wissenschaftlicher Texte im Rahmen von Hochschullehrplänen und Strukturen zur Unterstützung Studierender
Mit dem durch einen Erasmus+-Zuschuss (159450) geförderten Projekt AI Write sollen hochentwickelte KI-Tools in Hochschullehrpläne und Unterstützungsdienste für Studierende einbezogen werden, um das Verfassen wissenschaftlicher Texte zu verbessern.
Schwerpunkt des Projekts ist die Verbesserung der schriftlichen Fertigkeiten der Studierenden durch Nutzung von KI-Technologien, um individuelles Feedback zu bieten, das schriftstellerische Verfahren zu verbessern und das mehrsprachige Abfassen wissenschaftlicher Texte zu unterstützen. Zu den zentralen Zielen zählen:
- Entwicklung von KI-Tools: Erzeugung KI-basierter Tools, die Studierende in verschiedenen Stadien des Verfassens von Texten unterstützen, vom Brainstorming bis zur abschließenden Überarbeitung
- Einbindung in Lehrpläne: Einbeziehung dieser KI-Tools in Hochschullehrpläne zur Unterstützung von Kursen und Workshops im Verfassen wissenschaftlicher Texte
- Unterstützung Studierender: Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen und unterstützender Strukturen, um Studierenden beim wirkungsvollen Einsatz von KI-Tools zu helfen
- Forschung und Bewertung: Durchführung von Forschungsarbeiten zur Bewertung des Einflusses von KI-Tools auf die Ergebnisse der schriftlichen Arbeiten Studierender und Verfeinerung der KI-Tools auf der Grundlage von Feedback
Hack-IT
Hackathon und innovative Methoden in der Hochschulbildung
Ziel dieses strategischen Partnerschaftsprojekts von Erasmus+ ist die Anwendung innovativer Methoden wie Hackathons, erweiterter Realität, KI, Design Thinking u. a. auf das Online- und das integrierte Lernen.
Schwerpunkt des Projekts ist die Schaffung eines tragfähigen Netzwerks von Bildungseinrichtungen, die sowohl online als auch in Präsenz unterrichten, um die digitale Bereitschaft und innovative Lehrmethoden zu verbessern.
HACK-IT-Homepage
HACK-IT: Hackathon und IKT-basierte innovative Methoden in der Hochschulbildung | Haaga-Helia
HACK-IT: Hackathon und innovative Methoden in der Hochschulbildung – Technische Universität Kaunas | KTU
Hochschule West – HACK-IT – Netzwerk für Bildungseinrichtungen
Modernisierung der Übersetzerausbildung
OTCT
Optimierung der Übersetzerausbildung durch kollaborative technische Übersetzung und lebensnahe Praxis
Bei dem Projekt OTCT handelt es sich um eine strategische Partnerschaft im Rahmen von Erasmus+, mit der die Übersetzerausbildung durch Einbeziehung beruflich orientierter Praktiken in Hochschulstudiengänge mit Abschluss in Übersetzung verbessert werden soll. Es handelt sich um einen Ableger des Projekts „Optimising Professional Translator Training in a Multilingual Europe“ (OPTIMALE).
Projektziele:
- Optimierung der Übersetzerausbildung durch kollaborative technische Übersetzung: Das Projekt umfasst Intensivkurse in kollaborativer technischer Übersetzung (Tradutech), bei denen Studierende unter simulierten Berufsbedingungen arbeiten. Diese Kurse helfen den Studierenden dabei, sich mit den verschiedenen Stadien eines Übersetzungsprojekts vertraut zu machen, von der Kundenanfrage bis zur Abgabe des Projekts.
- Einbeziehung beruflich orientierter Praktiken: Indem aus dem Leben gegriffene Situationen aus der Übersetzungsbranche in die Lehrpläne einbezogen werden, sollen die Arbeitsmarktchancen Studierender verbessert und die Beziehungen zwischen europäischen Hochschulen gestärkt werden.
Kooperatives Netzwerk Philotrans
Flexible Lernpfade für Studien in angewandter Linguistik und Übersetzung
Ziel des Projekts ist die Schaffung eines umfassenden Netzes philologischer und übersetzungswissenschaftlicher didaktischer Module. Diese würden verschiedene flexible Lernpfade ermöglichen und zu gemeinsamen Abschlüssen führen, die Schlüsselkompetenzen aus der fremdsprachlichen Philologie (bei der der Schwerpunkt eher auf der Literatur liegt) und den Übersetzungsstudien (mit Schwerpunktsetzung auf zweckbestimmter Sprache und Technologie) miteinander verbinden.
Im Rahmen dieses Projekts werden verschiedene Arten der Übersetzung untersucht. Einige Schlüsselbereiche:
- Fachsprachen und Fachtexte: Dieser Bereich umfasst das Übersetzen von Texten aus bestimmten Fachgebieten wie Medizin, Recht oder Technik.
- Übersetzung literarischer und kulturbezogener Texte: Dieser Bereich konzentriert sich auf die Übersetzung von literarischen Texten und Texten aus dem Kulturbereich, die oft ein tiefes Verständnis der mit der Quell- und Zielsprache verbundenen Kulturen erfordert.
- Terminologische Übersetzung: Hier geht es um die Schaffung und Bewertung terminologischer Datenbanken für Übersetzungsaufgaben und die Identifizierung von Übersetzungsäquivalenten in Korpora.
- KI-basierte maschinelle Übersetzung (MT): Zusammenführung der Forschung zur KI-basierten maschinellen Übersetzung, um zu untersuchen, welche Hilfe KI bei Übersetzungsaufgaben leisten kann.
4EU+ Alliance
Projekt kooperatives Netzwerk Philotrans
Das Programm METS (Mobilité Européenne en Traduction Spécialisée)
Kompetenzaufbau im Fachübersetzen durch europäische Hochschulzusammenarbeit und ‑mobilität
Bei dem Programm METS (Mobilité Européenne en Traduction Spécialisée) handelt es sich um einen einzigartigen zweijährigen Masterstudiengang, bei dem während des einen Jahres an zwei verschiedenen Partneruniversitäten der METS-Arbeitsgemeinschaft im Ausland studiert wird.
Mit dem 2004 eingerichteten METS-Programm sollen Kompetenzen im Fachübersetzen durch die Zusammenarbeit und Mobilität zwischen europäischen Hochschulen gestärkt werden.
Diese Einrichtungen arbeiten zusammen, um ein umfassendes und eingängiges Bildungserlebnis zu bieten, welches das interkulturelle Verständnis und die professionelle Sachkenntnis in der Fachübersetzung vertieft.
Das METS-Programm konzentriert sich darauf, spezialisierte Übersetzungskompetenzen in verschiedenen Bereichen aufzubauen, darunter
- Recht
- Technik
- Medizin
- Finanzen
- Literatur
- audiovisuelle Inhalte
Diese Kompetenzen werden durch eine Kombination aus Kursen, praktischer Ausbildung und Mobilität zwischen den Partnerhochschulen aufgebaut.
Programm METS (Mobilité Européenne en Traduction Spécialisée)
Behördendolmetschen und ‑übersetzen
TRAMIG
Förderung der Inklusion von Migrant*innen durch interkulturelle Vermittlung und Dolmetschen im Gesundheitswesen
Das Projekt TRAMIG konzentriert sich auf das Dolmetschen und die interkulturelle Vermittlung im Gesundheitswesen und ermöglicht so die Verständigung zwischen Gesundheitsdienstleistern und Migrant*innen, um sicherzustellen, dass der Zugang zu medizinischen Dienstleistungen und ärztlicher Hilfe nicht durch Sprachbarrieren behindert wird.
Schwerpunkt des Programms ist die Ausarbeitung von Vorschlägen für Standards und Befähigungsnachweise für diese Berufe. Außerdem werden dadurch
- Module für die Lehrkräfteausbildung auf der Grundlage bewährter Verfahren der Partner der Arbeitsgemeinschaft entwickelt
- Migrant*innen für das kollaborative Lehren in Schulungsprogrammen für Behördendolmetscher*innen und interkulturelle Vermittler*innen im Gesundheitswesen ausgebildet
Diese Initiative wird aus dem Programm Erasmus+ der EU-Kommission finanziert.
DIALOGOS
Überwindung von Kommunikationsbarrieren für Migrant*innen durch Behördendolmetschen und ‑übersetzen
Schwerpunkt des Projekts ist das Behördendolmetschen und ‑übersetzen unter besonderer Berücksichtigung weniger verbreiteter Sprachen.
Das Ziel ist die Überwindung von Kommunikationsbarrieren für Migrant*innen, insbesondere jene, die in den Aufnahmeländern weniger verbreitete Sprachen sprechen, etwa in Griechenland, wo Mangel an qualifizierten Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen in öffentlichen Einrichtungen herrscht.
Das Projekt soll Lernmodule und Schulungsmaterialien hervorbringen, die in erster Linie für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gedacht sind.
MHEALTH4ALL
Verbesserung des Zugangs zu psychischer Gesundheitsversorgung für Migrant*innen durch mehrsprachige und kultursensible digitale Lösungen
Mit dem MHEALTH4ALL-Projekt sollte eine digitale Plattform entwickelt und angewandt werden, die Nicht-EU-Bürger*innen mit geringen Kenntnissen in der Sprache des Aufnahmelandes den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung in der EU erleichtert.
Das durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Kommission finanzierte Projekt lief von 2022 bis 2024.
Das Konzept der mehrsprachigen und kultursensiblen Plattform bestand darin, die sprachlichen und kulturellen Barrieren zu überwinden, vor denen Migrant*innen in Einrichtungen für die psychische Gesundheit stehen. Sie enthielt Ressourcen für interkulturelle Kommunikation, interkulturelles Dolmetschen und interkulturelle Übersetzung, um sicherzustellen, dass psychische Gesundheitsdienste für diese Gruppen erreichbar sind und ihnen etwas bringen.
Mental Health for All (psychische Gesundheit für alle)
Übersetzung im Bildungswesen
APATCHE
Bereicherung der Kompetenzen von Sprachlehrkräften in der Hochschulbildung um mehrsprachige Konzepte.
Das im Rahmen des KA 220-Programms von Erasmus+ finanzierte APATCHE-Projekt hatte zum Ziel, die Kompetenzen von Sprachlehrkräften in der Hochschulbildung durch die Einbindung von mehrsprachigen Konzepten in ihre Unterrichtspraxis zu verbessern.
Der Schwerpunkt des von 2021 bis 2023 laufenden Projekts lag auf der Entwicklung innovativer Methoden und Schulungsmaterialien zur Unterstützung der Verwendung mehrerer Sprachen im Unterricht. Durch Förderung der Mehrsprachigkeit sollte Folgendes erreicht werden:
- Verbesserung der Qualität des Sprachunterrichts
- Steigerung des interkulturellen Verständnisses
- bessere Vorbereitung der Studierenden auf eine mehrsprachige Welt
Unlock: Kreativität durch spielbasiertes Lernen in der Hochschulbildung
Förderung von Kreativität und Beschäftigungsfähigkeit in der Hochschulbildung durch spielbasiertes Lernen
Mit dem Projekt „Unlock“ soll die Kreativität in der Hochschulbildung durch Methoden spielbasierten Lernens angeregt werden.
Es konzentriert sich darauf, Hochschuleinrichtungen die nötigen Instrumente und Methoden an die Hand zu geben, um pädagogische Escape-Rooms und andere spielbasierte Lernaktivitäten zu konzipieren und zu ermöglichen.
Mit diesen innovativen Ansätzen sollen die Kreativität, die unternehmerischen Kompetenzen und die Beschäftigungsfähigkeit Studierender verbessert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts besteht im Aufbau digitaler Kompetenzen und der Nutzung von erweiterter Realität, KI und lösungsorientierten Denkansätzen (Design Thinking) in Bildungssituationen.
ColLab
Kooperationsplattform für Innovation in der Hochschullehre
Das ColLab-Projekt zielt auf
- die Einrichtung einer Bildungsplattform, auf der Hochschullehrkräfte aus verschiedenen Ländern Wissen und Erfahrungen austauschen können
- den Informationsaustausch über die jüngsten Tendenzen in Lehre und Lernen
- die Entwicklung neuer Initiativen und Innovationen
Das Konzept der Plattform ist es, die Zusammenarbeit und den Austausch bewährter Verfahren zwischen Pädagog*innen zu ermöglichen und letztlich die Qualität der Hochschulbildung zu verbessern.
CioLab-Projektwebsite
ColLab: Kooperationsplattform für Innovation in der Hochschullehre – Technische Universität Kaunas | KTU
Soziologische Übersetzung
RAINBOW
Untersuchung von Stereotypen gegenüber Mitgliedern der LGBTQIA+-Community mithilfe mehrsprachiger Sprachdatenverarbeitung
Mit dem RAINBOW-Projekt sollen Stereotypen gegenüber Mitgliedern der LGBTQIA+-Community mithilfe von Techniken der mehrsprachigen Sprachdatenverarbeitung untersucht werden. Damit wird der Versuch unternommen, in Sprache und Kommunikation angelegte Vorurteile, die Personen aus der LGBTQIA+-Community betreffen, zu verstehen und dagegen vorzugehen.
Durch Nutzung hochentwickelter Methoden der Sprachdatenverarbeitung wird das Projekt schädliche Stereotype analysieren und eindämmen und so eine inklusivere und respektvollere Kommunikation fördern.
Es handelt sich um ein Projekt im Rahmen des Postdoctoral-Fellowship-Programms der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, mit dem innovative Forschung und Ausbildung gefördert werden.
Projekt ARENAS
Analyse von und Reaktion auf extremistische Narrative
Das ARENAS-Projekt befasst sich in erster Linie mit der Übersetzung und der interkulturellen Kommunikation. Es konzentriert sich darauf, radikale und extremistische Narrative durch Übersetzung und interkulturelle Kommunikation anzugehen.
Übersetzung zur Unterstützung von neuen Kompetenzen und Inklusion
CUDIS – Kulturwissen und digitale Kompetenzen in einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt
Stärkung kultureller und digitaler Kompetenzen für globalen Erfolg in Nordkarelien
Das CUDIS-Projekt zielt unter dem Titel „Kulturwissen und digitale Kompetenzen in einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt“ auf die Verbesserung der kulturellen und digitalen Kompetenzen in Unternehmen der finnischen Region Nordkarelien ab.
Im Zentrum des Projekts steht die Vermittlung der nötigen Kompetenzen, damit die Unternehmen durch das bessere Verständnis von kultureller Vielfalt und digitalen Tools in einem globalen Arbeitsumfeld zurechtkommen und prosperieren können.
Über CUDIS – Kulturwissen und digitale Kompetenzen in einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt
NewWorkTech
Vom Rand in die Mitte der Gesellschaft: Standardpraktiken und innovative Verwendung von Technologie zur Verbesserung verschiedener Fähigkeiten von Menschen in der Arbeitswelt
Der Schwerpunkt des Projekts NewWorkTech liegt in erster Linie auf der Steigerung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen durch empirische Forschung und innovativen Einsatz von Technologien.
Das Ziel sind bessere Praktiken und Interaktion am Arbeitsplatz und mehr Jobangebote durch Nutzung assistiver Technologien.
Dieses Projekt befasst sich nicht speziell mit Dolmetschen oder Übersetzung. Stattdessen konzentriert es sich auf Barrierefreiheit, Inklusion und die Verbesserung verschiedener Fähigkeiten am Arbeitsplatz.
Das aus dem EU-Programm „Horizont Europa“ finanzierte Projekt versucht, innovative Praktiken bei der Verwendung von Technologie für alle zu bestimmen.